Alternative: Tauschen

Sachen zu teilen macht glücklich, warum also nicht auch seine Kleidung. Da in den Schränken eh eine Menge kaum Getragenes herumgammelt, bietet dies großes Potenzial, durchs Tauschen zu neuen Stücken zu werden. Und der Effekt auf die Umwelt ist genauso gering, wie wenn wir es selbst weitertragen würden, nur dass es jetzt jemand anders macht. Zudem ist der Akt selbst schon ein riesiger Spaß, ob selbst organisiert oder nicht.

Im Privaten lädt man einfach ein paar Freunde ein, jeder bringt ein paar Sachen mit und los geht es. Der Vorteil: Es ist völlig kostenfrei. Der Nachteil: Es gibt wenig Auswahl. In den meisten Städten haben sich bereits groß organisierte Kleidertauschpartys etabliert, die regelrecht einem Event gleichen. Meist spielt ein DJ und neben der riesigen Auswahl an Kleidung gibt es auch noch Snacks und Getränke, besser als shoppen. Auch der neurologische Kick wird befriedigt, denn das Resultat ist das gleiche, man hat etwas Neues in Besitz. Und nicht nur das, gleichzeitig hat man auch noch aussortiert und häuft nicht immer mehr an. Eine hervorragende Möglichkeit, mit der bestehenden Menge an Kleidungsstücken ressourcen- und umweltschonend zu haushalten.

Wer allerdings keine Lust oder Zeit hat, direkt vor Ort zu tauschen, dem bietet das Internet einige Möglichkeiten, ob als Tauschplattform oder App. Nur als Laden gibt es dieses Konzept bisher nicht, aber es wird sicherlich kommen, denn gerade die jungen Generationen sehen im Teilen, Tauschen und Wiederverwerten einen immer nachhaltigeren Sinn.