Alternative: Machen

Das Spektrum des *Machens* ist vielseitig. Ob reparieren, DIY oder Upcycling, es gibt viele Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden. Seine Lieblingssachen flicken zu können, um sie wieder tragbar zu machen, ist nicht nur eine Bereicherung für einen selbst, sondern auch für unsere Umwelt. Zudem kann man seinen eigenen Geschmack problemlos einfließen lassen. Beispielsweise gibt es verschiedene Ansätze, ein Loch im Pulli auszubessern, man kann es stopfen, so dass man es nicht wahrnimmt, einen Garn in Kontrastfarbe verwenden, eine Stickerei anfertigen oder einen Aufnäher darüber machen. Wenn Kleidung dann doch mal ausgedient hat, kann man aus dem Kaputten Neues machen, wie aus zwei unterschiedlich gemusterten Shirts ein Ganzes nähen, zu Neudeutsch upcyceln.

Nähen, sticken, stricken, häkeln, alles Techniken die einen selbstverständlich auch dazu befähigen, etwas komplett Eigenes zu kreieren. So kann man selbst herstellen, was man sich schon immer gewünscht hat. Und damit sich nicht jeder daheim eine kleine Näherei einrichtet und Garne in allen Farben anhäuft, gibt es die textilen Repaircafes, Nähtreffs, Strickabende und Einrichtungen wie offene Werkstätten, in denen man Maschinen, Werkzeug und Material nutzen kann. Zudem ist dort meist jemand vor Ort, der einem Fragen beantworten kann, wenn man sie sich selbst nicht schon mit einem Online-Tutorial beantwortet hat. Fängt man erst einmal an, verschiedene Handwerkstechniken zu erlernen, kann man kaum aufhören, denn es macht meist nicht nur Sinn, sondern auch Spaß und bringt Entspannung und Entschleunigung in die sonst so hektische Welt.

Falls man selbst nicht weiter kommt oder einfach keinen Bock, bzw. keine Zeit hat, es eigenhändig zu machen, Sachen aber dennoch reparieren möchte, kann man sie auch zum Fachmann*frau bringen. Ob zum Schneider*in, Schuhmacher*in, Taschner*in oder Polsterer*in, noch gibt es die kleinen Betriebe und hoffentlich wird es zukünftig wieder mehr davon geben.